Seit 1855 ist das Grundstück Mödingerstraße 4 im Besitz der Familie Kränzle. So standen auf dem Grundstück eine Gaststätte und eine Brauerei welche den Umkreis mit frischem Gerstensaft versorgte. Die Leute aus nah und fern kehrten bei uns ein und genossen das Angebot des "Sterns" und fühlten sich wohl.

Schon in 10. Generation bewirten wir die Gäste des Gasthofes "zum Stern" und freuen uns ausserordentlich, daß Sie als Gäste unseren Service zu schätzen wissen. Wir bieten Ihnen die perfekte schwäbische Gastlichkeit in allen unseren Bereichen. Gerne stehen wir darüberhinaus mit Auskünften zu Nahzielen und Sehenswürdigkeiten zu Ihrer Verfügung.

 

 

 

 

 

 

Im Jahr 1966 wurden die Witschaftsgebäude und die Brauerei abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Brauerei war Geschichte und wir konzentrierten uns auf unser, bis heute geführtes Kerngeschäft. So bietet der "Stern" heute gut bürgerliche schwäbische Küche, einen Saal für bis zu 120 Personen, einen Gastraum mit 40 Sitzplätzen, Gästezimmer, eine Ferienwohnung und im Sommer eine Außenbestuhlung für den Genießer der schönen schwäbischen Natur.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Gasthof "zum Stern".

 

 

Historisches zum "Stern"

Das Wirtshausschild

Der "Stern" im Wirtshausschild steht für den Stern von Betlehem, der nach dem Matthäus-Evangelium den 3 Weisen aus dem Morgenland den Weg zum neugeborenen Christuskind gewiesen hat. Er ist somit ein altes Werbeschild für Menschen,die eine freundliche Unterkunft suchen.

 

Die Geschichte des Gasthofes "Zum Stern" in Demmingen.

 

Die Geschichte des Gasthofs "Zum Stern", der zusammen mit der Kirche das Zentrum des Ortes Bildet, reicht bis in das Mittelalter zurück. Als "vollständige" Tafernwirtschaft" (von lateinisch "taberna") besaß sie nicht nur das Recht zum öffentlichen Ausschank(Bier, Wein, Branntwein),

sondern auch der Beherbergung von Fremden einschließlich ihrer Pferde, der Abhaltung von Feiern (z.B. Hochzeiten, Leichenschmaus) sowie die Brau-, Back-, Metzger- und Huckgerechtigkeit (Kleinhandel).

Da in Demmingen bis zum Jahr 1832 kein besonderes Rathaus vorhanden war, fungierte sie zudem als öffentliches Versammlungshaus der Dorfgemeinde.

Hier wurde den Gemeindeangehörigen z.B. an jedem 23. April ("Jörgentag") die Gemeinde- und Heiligenrechnungen sowei die Dorfordnung verlesen, daneben die Dorfvorsteher gewählt und eingesetzt. Beim Wechsel des Dorfherrn wurde hier auch die Erbhuldigung der Untertanen entgegengenommen.

Die Tafernwirtschaft zählte wie die Schmiede zu den "ehaften" Dorf-Gewerben, die von der Dorfherrschaft verliehen wurden. Zur Tafer gehörte das Wirtshaus, Stadl, Stallung, ein Gärtchen am Haus sowie 6 Jauchert (ca. 3 Hektar) Acker (u.a. der "Taferacker") sowie 4 Tagwerk (ca. 2 Hektar) Wiesen, alles im sog. Köpfinger Feld sowie im Dattenhauser Ried an der Egau gelegen. Die jährliche Abgabe an den Dorfherrn aus der "Erbschenkstatt" betrug 20 Gulden Rheinischer Münz am Weißen Sonntag, 2 Kapaunen (kastrierte Hähne) zu Weihnachten und eine Legehenne an Fasnacht. Zudem mussten eine vom Getränke- Umsatz abhängige jährliche Verbrauchssteuer, das sog. Umgelt, bezahlt werden.

Obwohl die Wirtschaft nur mit wenig landwirtschaftlicher Nutzfläche ausgestattet war, lag ihr Kaufwert in etwa auf gleicher Höhe wie derjenige der größten Höfe des Dorfes. Die Wirtschaft war auch mit einem sog. Bauernrecht, das doppelt soviel wie ein sog. Seldnerrecht (Kleinbauern-Recht) wert war, an den Gemeindenutzungen (Bezüge aus dem Gemeindewald, der Schafweide etc.) beteiligt.

Der Wirt zählte somit von jeher zu den 14 "Bauen" des Dorfes, die die Oberschicht bildeten.

 

Wirte des Gasthofes "Zum Stern"

1533   Balthasar Kretz wird als erster bekannter Wirt genannt
1642   Die Wirtschaft ist unter den ersten Anwesen, die 8 Jahre nach der Verwüstung des Dorfes in der Schlacht von Nördlingen im Dreißigjährigen Krieg wieder
           besetzt wurden. Hans Stapf gleichzeitig den Mundlesbauernhof inne.
1662   Der Wirt Georg Schleicher errichtet nach landesfürstlicher Bewilligung ein Bräuhaus.
1731   Das gesamte Oberdorf fällt einem Großbrand zum Opfer. Sebastian Würth ist Sternwirt.
1855   Andreas Graf, der ursprünglich von der Mittelmühle aus Mörslingen bei Höchstädt stammte und fünf Jahre zuvor im sog. Pauleshof in Demmingen
           eingeheiratet hatte, kaufte die Witschaft und zieht einen Großteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche dieses Hofes zur Wirtschaft.
           Dadurch wurde die Wirtschaft nun auch flächenmäßig zu einem Bauerngut. Er ist der Urahne der heutigen Wirtsleute.
1864   Auf einer Anhöhe 1km nördlich des Ortes an der Strasse nach Eglingen wird ein Sommerbierkeller mit Sonn- und Feiertagsbetrieb erbaut.
1899   Unter Josef Graf wird die Brauerei auf Benzinmotorbetrieb umgestellt.
1913   Nachdem der Großvater des heutigen Wirts, Josef Graf, gelernter Bierbrauer, zum Militär und schließlich in den Krieg eingezogen worden war, wird die
           Brauerei aufgegeben.
1955   Die Wirschaft geht von Josef Graf an seine jüngste Tochter Agnes und deren Ehemann Adolf Kränzle über.
1966   Das alte Wirtschaftsgebäude wird abgerissen und an seiner Stelle eine moderne Gastwirtschaft erbaut.
1992   Übernimmt Reinhard Kränzle die Leitung des Anwesens.

 

 

 

 

Heuernte des Sternwirt, beim Althammer/Viertelesäcker (1919)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sternwirt Graf beim Sonntagsausflug am ersten Höllberg (1920)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirtsfamilie Graf bei der Kartoffelernte im Paulsfelde (1937)